Bilanz 2019: Erfolgreiches Jahr für die Vereinigte VR Bank Kur- und Rheinpfalz

Vorstand präsentierte Zahlen zum ersten Geschäftsjahr der fusionierten Genossenschaftsbank

Geschichtsträchtige Bilanz-Pressekonferenz: Am Donnerstag den 05.03.2020 präsentierte der Vorstand um Sprecher Rudolf Müller die Zahlen des ersten Geschäftsjahres der Vereinigten VR Bank Kur- und Rheinpfalz. Die Vorstände konnten für 2019 überdurchschnittlich gute Ergebnisse vorlegen.

Bilanzsumme, Kundeneinlagen, Kreditvolumen, Eigenkapital: Im vergangenen Geschäftsjahr ist die Vereinigte VR Bank Kur- und Rheinpfalz bei allen wesentlichen Kennzahlen gewachsen, wie Vorstandssprecher Rudolf Müller berichtete. Die Bilanzsumme der mittlerweile zweitgrößten Genossenschaftsbank in Rheinland-Pfalz wuchs gegenüber der Gesamt-Bilanzsumme der 2018 noch als eigenständige Institute agierenden Volksbank Kur- und Rheinpfalz und der RV Bank Rhein-Haardt um knapp 239 Millionen Euro (4,9 %) auf ca. 5,1 Mrd. Euro, die Kundeneinlagen stiegen, trotz der aktuell schwierigen Zinssituation, um 7,1 % auf ca. 3,9 Mrd. Euro, das Kreditvolumen legte um 6 % auf ca. 3,8 Mrd. Euro zu. Die vergebenen Kredite teilten sich dabei auch im vergangenen Geschäftsjahr wieder zu nahezu gleichen Teilen auf das Privat- und Firmenkundensegment auf. Das Neukreditvolumen stieg im vergangenen Jahr - erneut getrieben von einer starken Immobiliennachfrage - um 8,6 % (78,6 Mio. Euro) an und blieb damit nur knapp unter der Marke von einer Milliarde Euro (997 Mio. Euro). „2019 haben wir das beste Neukreditgeschäft in der Geschichte unseres Unternehmens verzeichnet“, freute sich Till Meßmer. Die Eigenkapitalausstattung verbesserte sich um 6,2 % auf 531 Mio. Euro. Die neue Bank betreut mit derzeit 775 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ca. 181.000 Kunden, ca. 78.000 Mitglieder und etwa 364.000 Konten.

v.l.n.r. die Vorstände: Winfried Szkutnik, Mathias Geisert, stellv. Vorstandssprecher Dirk Borgartz, Vorstandssprecher Rudolf Müller, Till Meßmer, Thomas Sold

Positive Entwicklungen im Bereich Private Banking

Der Geschäftsbereich Private Banking entwickelte sich im vergangenen Geschäftsjahr stark: Das Volumen der Vermögensverwaltung Standard liegt bei ca. 40 Mio. Euro und das Volumen der Vermögensverwaltung Individuell bei ca. 60 Mio. Euro. Zusammen mit den 220,7 Mio. Euro der VR Premium Fonds stieg das Volumen der Assets under Management um über 35 % (ca. 84 Mio. Euro) auf 321,2 Mio. Euro. Bei der derzeitigen Zinsentwicklung geht der Trend bei den Kunden zu alternativen Anlagemöglichkeiten. In diesem Bereich ist die Vereinigte VR Bank Kur- und Rheinpfalz durch drei selbstgemanagte Fonds gut aufgestellt. „Unsere eigenen Fonds zeigen eine gute Wertentwicklung. Wir gehen davon aus, dass dieser Trend auch 2020 anhalten wird“, sagt der stellv. Vorstandssprecher Dirk Borgartz.

Gestiegener Umsatz im Agrarbereich

Auch beim Agrarservice der Vereinigten VR Bank Kur- und Rheinpfalz, der von der RV Bank Rhein-Haardt in die Fusion eingebracht wurde, stieg der Umsatz im vergangenen Jahr bei konstanter Absatzmenge auf knapp 78 Mio. Euro an. „Zurzeit arbeiten wir daran, den Verpackungsbetrieb bereits 2020 klimaneutral zu gestalten“, äußert sich Mathias Geisert über die Pläne für das kommende Jahr.

Starkes Wachstum im Dienstleistungsgeschäft

Im Geschäftsjahr 2019 konnten im Vergleich zum Vorjahr beinahe alle Zahlen gehalten werden.  So wurde ein Zinsüberschuss von 95,9 Mio. Euro (2018: 95,4 Mio.) und ein Provisionsüberschuss von 34,4 Mio. Euro (2018: 32,9 Mio.) verbucht. Müller prognostiziert jedoch, dass der Zinsüberschuss aufgrund der Zinsentwicklungen der letzten Jahre in Zukunft nicht gehalten werden kann: „Wir sind unter den gegebenen Umständen dazu verdammt zu wachsen. Nur so können wir unser Niveau halten.“
Trotz Fusion und der damit verbundenen Kosten wie Grunderwerb oder ähnlichem beliefen sich die Verwaltungskosten auf 83,3 Mio. Euro und liegen damit auf dem Niveau von 2018.

Bestnoten im BVR Rating

In ihrem ersten Geschäftsjahr konnte die Vereinigte VR Bank Kur- und Rheinpfalz mit einem A++ eine Bestnote im BVR Rating erzielen. Die Cost-Income-Ratio stieg von 49,99 % auf 52,79 %. „Für einen Euro Ertrag haben wir zurzeit Kosten von etwa 53 Cent. Damit liegen wir im Vergleich zu anderen Banken recht niedrig. Dieser Wert ist der Erfolg unserer konsequenten Kostenregulierung“, kommentierte Winfried Szkutnik die Zahlen.

Vereinigte VR Bank Kur- und Rheinpfalz investiert in Filialen und Standorte

Die Vereinigte VR Bank Kur- und Rheinpfalz wird in diesem Jahr weiter stark in die Modernisierung und Optimierung ihres Filialnetzes investieren, wie die Vorstände Winfried Szkutnik und Thomas Sold ausführten. Die neue Filiale in Oftersheim soll noch im Sommer dieses Jahrs bezogen werden. Die Filialen aus Hettenleidelheim und Wattenheim sollen zusammengelegt werden und die neue Filiale wird 2021 an ein neues Einkaufszentrum am Ortsrand von Hettenleidelheim verlegt. Damit wäre sie auch für die umliegenden Gemeinden besser erreichbar.
In Frankenthal ist die Planung zum Ausbau der Filiale in vollem Gange: „Durch diesen Ausbau soll der Markt vor Ort besser erschlossen werden. Wir haben dadurch neben Grünstadt und Maxdorf einen dritten ‚Brückenkopf‘ in der Region“ begründet Sold. Zurzeit warte man auf die Baugenehmigung, danach gehen die Ausschreibungen los. Der Bezug der neuen Regionaldirektion ist für den Sommer 2022 geplant.

„Die guten Zahlen aus dem Jahr 2019 belegen die Sinnhaftigkeit der Fusion und dass diese von Kunden und Mitarbeitern gut angenommen wird“, kommentierte Müller die Entwicklung im vergangenen Jahr.